Meine Ziele

Daniel Obermayr

Was ich auf den Weg bringen will

Die Lindauer*innen sollen unsere Stadt als “ihre Stadt” begreifen, bei der Mitmachen und Mitgestalten ausdrücklich erwünscht sind. Dazu müssen wir die Bürgerbeteiligung ausbauen und besonders bei grundsätzlichen Fragen die davon Betroffenen einladen und deren Vorschläge und Einwände in der Abwägung beantworten.

Ein Beispiel ist der Tourismus. Obwohl fast alle Bürger*innen davon betroffen sind, etwa durch ihre Arbeit, den Verkehr oder die hohen Mieten, sind die Bürger*innen im touristischen Leitbild kaum berücksichtigt. Ein Leitbild Tourismus, auf breiter Basis erarbeitet und niemand zu stark belastend, würde als Richtschnur für viele Beschlüsse dienen.

Mit dieser echten Bürgerbeteiligung möchte ich die komplexen Themen unserer Stadt angehen:

  • Ein Schulkonzept, das guten Unterricht möglich macht und die Standorte der Grundschulen sichert.
  • Den Lindau Pass, mit dem wir Menschen mit geringem Einkommen und Ehrenamtliche wertschätzen und unterstützen wollen.
  • Die zukünftige Jugendarbeit wird bereits in diesem Geist entwickelt.
  • Das Klimaschutzkonzept muss fortgeschrieben werden.

Die Ortsteilzentren aufzuwerten und zu beliebten Orten der Begegnung zu entwickeln ist eine ständige Aufgabe, die ganz besonders auf die Kreati- vität und Ideen der Bürgerinnen angewiesen ist. Diesem Engagement der Bürgerinnen möchte ich mit Quartiersmanager*innen und Treffpunkten nach dem Vorbild im Zech einen Rahmen bieten.


Moderne Mobilität

Zukunftsorientierte Verkehrspolitik setzt die Priorität auf den Fuß- und Radverkehr. Größere Entfernungen können mit öffentlichen Verkehrsmitteln ressourcenschonend zurückgelegt werden. Aufgabe ist es, den inef zienten und umweltbelastenden Autoverkehr besonders in den Innenstädten zu reduzieren. Ein gutes Leben auch ohne eigenes Auto soll eine mögliche Alternative für alle werden.

„Moderne Verkehrspolitik schafft
eine gut ausgebaute Infrastruktur,
die nachhaltig mobil macht.“

Vorfahrt Stadtbus
Der Stadtbus war wegweisend. Um ihn wieder vorbildlich zu machen, müssen wir an allen Hebeln arbeiten:

  • Die Pünktlichkeit verbessern
  • Den Komfort verbessern
  • Lösungen für Schwachlastzonen und -zeiten umsetzen
  • Verbindungen in den Landkreis verbessern
  • Emissionsfreie Antriebstechnik für die nächste Busgeneration wählen
  • Den Bus günstiger als das Auto machen

Engagement in der lokalen Agenda 21
Die lokale Agenda 21 wurde gegründet um die globale Aufgabe – die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen zu sichern – lokal umzusetzen.
Zu speziellen Themen werden dafür Arbeitskreise gebildet. Ziel des AK Verkehrs ist es, mit nachhaltiger Mobilität die Lebensqualität zu verbessern und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.
Als Sprecher des AK Verkehr habe ich gute Erfahrungen mit dieser Art der Bürgerbeteiligung gemacht. Das dauerhafte Engagement für ein Thema führt zu einem tiefen Verständnis und vertrauensvoller Kommunikation mit der Verwaltung.

Klimafreundliches Mobilitätskonzept
Bei dem Bürgerentscheid zum Karl-Bever-Platz haben die Bürger*innen sich klar für die Verkehrswende entschieden. Das bedeutet aktive und öffentliche Mobilität zu fördern um den Autoverkehr zu reduzieren. Parkplätze hingegen steigernden Autoverkehr, daher schaden zusätzliche Stellplätze. Mit jeder umgesetz- ten Maßnahme, die Alternativen fördert, können Stellplätze reduziert werden.
Viele Meilensteine sind dafür bereits gesetzt: Das Buskonzept im Landkreis ist beschlossen, die Elektri zierung und die Bahnhaltoffensive der Bahn in Umsetzung. Die Stadt wird der Gästekarte Echt Bodensee Card beitreten und so den touristischen Verkehr vom Auto weg verlagern. Und die zügige Umsetzung des Nahmobilitätskonzepts dient uns allen.

Wohnen muss bezahlbar sein

Ich wünsche mir, dass unsere Stadt offen für alle ist, die hier leben wollen. Menschen die hier arbeiten, sollen hier auch wohnen können. Dazu müssen für sie bezahlbare Wohnungen verfügbar sein. Ferien- oder Zweitwohnungen schaden diesem Ziel und müssen baurechtlich begrenzt oder erschwert werden.

In den letzten Jahren wurde viel im gehobenen Bereich gebaut, wodurch oft günstige Wohnungen entfallen sind. Auf privatem Grund lässt sich das nicht verhindern, auf städtischem schon. Die Stadt muss alle Möglichkeiten nutzen, selbst an Grundstücke zu gelangen. Außerdem muss es Grundsatz werden, städtische Flächen nur noch in Erbpacht zu vergeben. Das verhin- dert Spekulation.

Die Stadtentwicklung stellt die Weichen für unsere Stadt und davon werden Lebensqualität und Ressourcenverbrauch maßgeblich beein usst. Zusätzlich zur Bürgerbeteiligung zu Projekten, wie sie derzeit in Reutin statt ndet, lade ich Bürger*innen ein, sich in einem neuem Arbeitskreis Stadt- entwicklung der lokalen Agenda 21 zu engagieren.

„Gutes und bezahlbares Wohnen für alle
sichert den sozialen Frieden und
die Vielfalt in unserer schönen Stadt“

quartier4 – Wohngenossenschaft Lindau
Ein Projekt aus dem Förderverein Hintere Insel e.V.
Auf der Hinteren Insel soll ein lebendiges und vielfältiges Quartier entstehen, welches die Insel als Wohnort stärkt. Genossenschaftliches Wohnen ist eine Antwort auf die prekäre Wohnsituation in Lindau. Es vereint die Sicherheit des Eigentums mit der Flexibilität der Miete. Spekulation ist ausgeschlossen, da die Mitglieder nicht die Wohnung, sondern einen Anteil des Ganzen besitzen. Mit gemeinschaftlichem Ansatz und Selbstverwaltung vor Ort nutzen Genossenschaften knappen Wohn- raum effektiv und erfüllen gleichzeitig wertvolle Funktionen für das soziale Umfeld in einer zunehmend alternden Gesellschaft.

Mit mehr als 100 Bürgern engagiere ich mich von Anfang an für diese Initiative. Die Genossenschaft ist bereits gegründet und wir freuen uns darauf, unseren Beitrag zu Entwicklung der Stadt und des Quartiers zu leisten.

Nachhaltig bauen heißt auch:

  • Verschwendung reduzieren und Vorbereitung für emmisionsfreies Heizen (verbindliches Wärme- und Kälteplanungskonzept für eine klimaneutrale Wärmeversorgung)
  • Neubauten verp ichtend als Plusenergiehäuser und Ausbau der Photovoltaik auf bestehenden Gebäuden.



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